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Treffen01072006

Protokoll der Taskforce Sitzung
des wissenschaftlichen Arbeitskreises
„Wissenschaftlicher Nachwuchs“ der DGAI

am 01. Juli 2006, 11:00 – 14:00 Uhr, in Würzburg

Teilnehmer/innen: 45, davon 25 Teilnehmer/innen der Gründungssitzung

Begrüßung und Einführung durch Prof. Dr. N. Roewer, Würzburg
Prof. Dr. med. N. Roewer, Würzburg, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der konstituierenden
Sitzung der Taskforce des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ der
DGAI und bedankt sich für ihr Kommen. Auf die sehr kurzfristig ergangene Einladung zu dieser Sitzung,
die per Email an mehrere Verteiler (Wissenschaftliche Arbeitstage, DGAI Mitglieder) gesendet
wurde, seien 51 Anmeldungen und etwa 50 Absagen eingegangen.
Er freue sich über die große Resonanz, die die Initiativen für die Entstehung des wissenschaftlichen
Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ gefunden haben. So konnten zum Diskussionsforum
„wissenschaftlicher Nachwuchs der DGAI“ im Februar 2006 in Würzburg mehr als 60 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer und zur Gründungssitzung des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher
Nachwuchs“ im Rahmen des 53. Deutschen Anästhesiecongresses 2006 in Leipzig 96 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer begrüßt werden. Dies zeige, wie viel Interesse derzeit an der Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses bestehe.
Er sei darauf hingewiesen worden, dass die Einladung zur Gründungsveranstaltung des Arbeitskreises
keinen ausdrücklichen Hinweis auf die durchzuführenden Wahlen für die Geschäftsführung des
Arbeitskreises beinhaltet habe. Dies habe zu Missverständnissen geführt, die er sehr bedauere.
Bei der Gründungssitzung sei die Idee formuliert worden, nach Gründung des Arbeitskreises eine
Taskforce zu bilden, die sich in Arbeitsgruppen für verschiedene Aufgabenbereiche gliedert und jeweils
von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter koordiniert wird. Er bittet jetzt um Wortmeldungen, um
zunächst Ideen für mögliche Aufgabenbereiche des Arbeitskreises zu sammeln.
Plenumsdiskussion
Die in Wortmeldungen vorgetragenen Inhalte sind im folgenden thematisch zusammengefasst:
Nationale Vernetzung von Wissenschaftlern und Arbeitsgruppen in der Anästhesiologie
In mehreren Diskussionsbeiträgen wird der Wunsch nach Vernetzung von Wissenschaftlern und Arbeitsgruppen
ähnlicher thematischer Ausrichtung formuliert. Dies bündele Kräfte, sei motivierend und
gewährleiste eine effektivere Nutzung von Ressourcen. Der Arbeitskreis könne darüber hinaus selbst
die Koordination klinisch wissenschaftlicher Fragestellungen übernehmen, z.B. Mulitcenter-Studien
initiieren.
Schaffung von Transparenz der wissenschaftlichen Arbeitsbedingungen an Universitätskliniken
An den verschiedenen Universitätskliniken in Deutschland würden sehr unterschiedliche Möglichkeiten
zum wissenschaftlichen Arbeiten geboten. Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung wissenschaftlicher
Arbeitsbedingungen an Universitätskliniken könne die Schaffung von Transparenz der wissenschaftlichen
Arbeitsbedingungen sein.

In einer offenen Umfrage wird eruiert, bei welchen Teilnehmern eine Reisekostenübernahme für diese
Sitzung gewährleistet ist (ca. 50%).
Initiativen zur wissenschaftlichen Anbindung von Lehrkrankenhäusern an Universitätskliniken
Ärzte an Lehrkrankenhäusern wünschen sich z.T. eine wissenschaftliche Anbindung an Universitätskliniken.
Wünschenswert sei eine Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Studien, die
Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen, die Nutzung von Bibliotheken und Zugriffsmöglichkeiten
auf elektronische Zeitschriften. Umgekehrt könne das wissenschaftliche Potential an Lehrkrankenhäusern
(wissenschaftlich interessiertes Personal, Patienten) besser durch Universitätskliniken genutzt
werden. Prof. Roewer erwägt einen entsprechenden Appell an die Ordinarien.
Unterstützung der wissenschaftlichen Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern
Als zentrale Aufgabe des Arbeitskreises wird die Unterstützung der wissenschaftlichen Ausbildung von
Nachwuchswissenschaftlern betrachtet. Es werden folgende Instrumente vorgeschlagen:
- Erstellen eines strukturierten Aus- und Weiterbildungsprogramms
- Veranstaltung von Seminaren
- Publikationen (z.B. in A&I) über Methoden wissenschaftlichen Arbeitens
Mentoring von Nachwuchswissenschaftlern
In mehreren Diskussionsbeiträgen wird die Notwendigkeit eines Mentorings für Nachwuchswissenschaftler
formuliert (bei der Rückkehr aus dem Ausland, im Rahmen von wissenschaftlichen Kongressen
zur Beratung und Netzwerkbildung). Der Arbeitskreis könnte entsprechende Mentorenprogramme
entwickeln und betreuen.
Entwicklung von Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Herr Dr. Hahnenkamp als Vertreter der außerordentlichen Mitglieder im erweiterten Präsidium der
DGAI berichtet über Signale vom Präsidium der DGAI, den wissenschaftlichen Nachwuchs über die
Wissenschaftlichen Arbeitstage hinaus mit geeigneten Maßnahmen fördern zu wollen. Vom Arbeitskreis
sollen entsprechende Vorschläge für Maßnahmen zur Vorlage beim Präsidium erarbeitet werden.
Bereits angedacht wurde ein finanziertes Netzwerk für die Qualitätsprüfung von Forschungsanträgen
und Reisestipendien.
Organisationsform des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“
Zur Arbeitsteilung innerhalb des Arbeitskreises wird die Notwendigkeit der Bildung von Arbeitsgruppen
gesehen. Der Arbeitskreis solle nicht nach traditionellen Formen organisiert sein, sondern z.B. im Sinne
einer Matrixorganisation (Mehrlinienorganisation).
Innen- und Außendarstellung des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“
Für eine adäquate Innen- und Außendarstellung des Arbeitskreises wird sowohl die Präsentation auf
der Homepage der DGAI als auch auf einer eigenen Homepage diskutiert. Eine entsprechende Internet-
Präsenz könne auch der Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler und dem Informationsaustausch
dienen.
 

Bildung von Arbeitsgruppen
Auf der Basis der Diskussionsbeiträge werden folgende Arbeitsgruppen gebildet:
1) Aus- und Weiterbildung (Koordinator: Dr. Roland Francis, Berlin)
2) Mentoring (Koordinator: Dr. Jan Larmann, Münster)
3) Informationsaustausch (Koordinator: Priv.-Doz. Dr. Thomas Weber, Münster)
Parallele Diskussionen innerhalb der drei Arbeitsgruppen, Vorstellung der Ergebnisse
der Arbeitsgruppen im Plenum
Die Teilnehmer verteilen sich auf die drei Arbeitsgruppen. Jede Arbeitsgruppe zieht sich zur Diskussion
über Ziele und deren Umsetzung in verschiedene Sitzungsräume zurück.
Die Ergebnisse der Diskussionen der Arbeitsgruppen können in den Protokollen der einzelnen Arbeitsgruppen
(siehe Anhang) eingesehen werden.
Vorbereitung der Sitzung des wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher
Nachwuchs“ auf dem DAC 2007 in Hamburg
Dem wissenschaftlichen Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ stehen auf dem DAC 2007 in
Hamburg 2 Stunden für eine wissenschaftliche Sitzung zur Verfügung. In einem Teil dieser Sitzung
sollen die Sprecher der Arbeitsgruppen jeweils über die stattgefundenen Aktivitäten und Pläne der
Arbeitsgruppe berichten. Das Konzept des wissenschaftlichen Teils der Sitzung muss in Kürze der
Programmkommission vorgelegt werden. Prof. Urban und Prof. Röwer unterbreiten folgenden Vorschlag:
Thema: Wissenschaftlicher Nachwuchs in der Anästhesie – Quo Vadis?
1) aus der Sicht des Politikers (Vertreter des Wissenschaftsministeriums)
2) aus der Sicht des Krankenhausträgers (Tecklenburg, Hannover)
3) aus der Sicht des Nachwuchswissenschaftlers (DGAI Preisträger, z.B. Fresenius)
4) aus der Sicht des britischen Systems (Leuwer, Glasgow)
Der Vorschlag wird vom Plenum begrüßt. Ihm wird ohne Einwände zugestimmt.
Abschluss und Ausblick
Herr Prof. Roewer schließt die Sitzung um 14:05 Uhr und lädt die Teilnehmer zu einem Imbiss im Foyer
der Klinik ein. Er dankt allen Teilnehmern ausdrücklich für die engagierte Teilnahme an der 1.
Sitzung der Taskforce des wissenschafltichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ und
wünscht den Teilnehmern eine gute Heimreise.
Es wird zunächst kein Termin für ein nächstes Treffen der Taskforce vereinbart, ein nächstes Treffen
im Herbst oder Winter 2006 wird aber als sinnvoll erachtet.
Für die Richtigkeit:
Priv.-Doz. Dr. med. Carla Nau
Erlangen, 14. August 2006

Anhang 1:
Protokoll der Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung
(Koordinator: Dr. Roland Francis, Berlin)
Anwesend:
Bach Friedhelm Ev. Kankenhaus Bielefeld
Francis Roland Koordination Charité Berlin
Huschak Gerald Uni Leipzig
Kreuer Sascha Uni Homburg
Lange Markus Uni Würzburg
Metterlein Tom Uni Würzburg
Rasche Stefan Uni Dresden
Röwer Norbert Uni Würzburg
Sinner Barbara Uni Göttingen
Spöhr Fabian Uni Heidelberg
Weymann Jörn Uni Heidelberg


Die Anwesenden analysierten in freier Diskussion die Ziele, Möglichkeiten und nächsten Schritte der
Taskforce Aus- und Weiterbildung. Die Ergebnisse dieser 45-minütigen Besprechung werden wir folgt
untergliedert.
1. Definition der Ziele des AK WiNa? zur Förderung von Aus- und Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern
Ziel des AK WiNa? ist es, die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung der Nachwuchswissenschaftler
zu fördern. Die Förderung bezieht sich auf wichtige grundlegende Fertigkeiten und Fähigkeiten, die
beim wissenschaftlichen Arbeiten von Belang sind. Zu diesen sog. „Science Skills“ gehören:
• Rhetorik, Verfassen und Präsentieren von wissenschaftlichen und Lehrvorträgen
• Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen
• Verfassen von Anträgen (Drittmittel, Tierversuche, Ethikanträge, etc.)
• Statistik und Biometrie
2. Möglichkeiten des AK WiNa? zur Förderung von Aus- und Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern
Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf Aus- und Weiterbildung durch den AK WiNa? sind auf lokaler,
regionaler und nationaler Ebene unterschiedlich.
Lokal (am Standort, „Peripherie“)
Zur Anregung und Förderung von wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildungsangeboten auf lokaler
Ebene hält der AK WiNa? es für nützlich, an den jeweiligen Wissenschaftsstandorten sogenannte
Lokalvertreter zu installieren. Durch die Kenntnis der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort am
Standort, kann der Lokalvertreter
a) den Bedarf an Aus- und Weiterbildungsangeboten einschätzen,
b) ggf. Weiterbildungsangebote im Sinne der Ziele des AK WiNa? initiieren und koordinieren,
c) das Potential der vor Ort vorhandenen Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen und ausbauen,
d) die Fördermöglichkeiten durch den AK WiNa? an den Standort „transportieren“ und
e) als Informationsvermittler zwischen dem Standort und dem AK WiNa? fungieren.
Regional
Um die in einer Region mit mehreren Wissenschaftstandorten vorhandenen Weiterbildungsmöglichkeiten
und die an den jeweiligen Standorten vorhandene Expertise an „Science Skills“ auszutauschen
und zu verbreiten, möchte der AK WiNa? regionale
„Science Skill“-Workshops veranstalten (vgl. o.g. Ziele). Es wurde diskutiert, diese Workshops
an die jeweiligen Regionaltagungen für Anästhesie und Intensivmedizin anzubinden. Im Rahmen
der Workshops kann
a) interne Expertise durch erfahrene Wissenschaftler (Anästhesie und andere klinische und
theoretische Fächer) aus der Region genutzt werden,
b) auf externe Expertise zurückgegriffen werden (z.B. ausländische Wissenschaftler, Herausgeber
von Journalen, Mitglieder von Tierversuchs- und Ethikkommissionen, Drittmittelgeber,
Rhetoriklehrer, Schriftsteller, u.v.m.),
c) die Anbindung des AK WiNa? an die jeweiligen Landesverbände der DGAI gestärkt werden,
indem diese in die Planung und Durchführung der Veranstaltungen ggf. eingebunden werden.
In die Workshops/Seminare können auch Lernerfolgskontrollen und/oder Preisverleihungen integriert
werden.
Eine Zertifizierung dieser Veranstaltungen/Seminarreihen (Fortbildungspunkte) sollte angestrebt
werden.
National
Möglichkeiten zur Förderung der Aus- und Weiterbildung auf nationaler Ebene sieht der AK WiNa
im Rahmen der jährlichen
Mitgliederversammlung auf dem Deutschen Anästhesiekongress (DAC)
Das Programm beinhaltet eine Berichterstattung über die Aktivitäten des AK WiNa? sowie
Beiträge zu aktuellen Belangen der Nachwuchswissenschaftler.
Wissenschaftlichen Arbeitstage der DGAI in Würzburg (WAT)
Die traditionell sich an junge Wissenschaftler richtende Veranstaltung, die gleichzeitig wesentlicher
Impulsgeber für die Gründung des AK WiNa? war, wird weiterhin als Forum für
Nachwuchswissenschaftler genutzt. Eine Erweiterung des Programms auf den Donnerstagabend
- Diskussion und Kontaktpflege (wie bereits 2006) - sollte diskutiert werden.
3. Kurz- und mittelfristige Umsetzung der Ziele
Bedarfsanalyse
Es ist darüber diskutiert worden, zu Beginn der Arbeit des AK WiNa? den Bedarf an Nachwuchsförderung
in unserem Fachbereich genauer zu analysieren. Hierzu kann eine Briefumfrage gestartet
werden, die zunächst einmal feststellt, an welchen Standorten wissenschaftlich gearbeiten wird
und welcher Förderungsbedarf konkret besteht. Die weiteren Aktivitäten des AK WiNa? können auf
der Basis dieser Bedarfsanalyse erfolgen. Dies betrifft alle drei Arbeitsbereiche/Taskforces des AK
(Aus- und Weiterbildung, Mentoring, Informationsaustausch/ Netzwerk). Die Zuständigkeit für die
Durchführung der Briefumfrage muss noch geklärt werden.
Einsetzung von Lokalvertretern
Ein sehr kurzfristig umsetzbares Ziel ist die Einsetzung der Lokalvertreter. An allen Universitätsstandorten
sollen daher Lokalvertreter benannt werden. Hierfür eignen sich besonders die Mitglieder der Taskforce. Standorte, die nicht durch ein Mitglied der Taskforce vertreten werden können,
sollen direkt angesprochen werden. Die Zuständigkeit liegt bei den Sprechern des AK WiNa?.
Workshop/Seminar
Als mittelfristiges Ziel wird die Durchführung des ersten regionalen Science-Skill Workshops gesehen,
da in diesem Bereich ein besonders hoher Bedarf zu bestehen scheint. Zum anderen wird
die Signalwirkung einer regionalen Veranstaltung den Bekanntheitsgrad des AK WiNa? steigern
und dazu beitragen, Angehörige unseren Fachbereiches für das Thema Nachwuchsförderung zu
sensibilisieren.
Die Planung und Durchführung dieser Regionalveranstaltung erfolgt durch die Taskforce Aus- und
Weiterbildung.
Roland Francis
Berlin, 04. Juli 2006
 

Anhang 2:
Protokoll der Arbeitsgruppe Mentoring
(Koordinator: Dr. Jan Larmann, Münster)
Anwesend:
Baars Jan Berlin
Berger Marc Heidelberg
Brede Marc Würzburg
Gama de Abreu Marcello Dresden
Göbel Ulrich Freiburg
Hahnenkamp Klaus Münster
Kehrel Beate Münster
Larmann Jan Koordination Münster
Nau Carla Erlangen
Plaschke Konstanze Heidelberg
Reutershan Jörg Tübingen
Schäfer Michael Berlin
Stüber Frank Bonn
Usichenko Taras Greifswald
Weigand Markus Heidelberg

Die Arbeitsgruppe Mentoring des Arbeitskreises Wissenschaftlicher Nachwuchs der DGAI hat im
Rahmen des ersten Treffens des AK in Würzburg Möglichkeiten zur Etablierung bzw. Verbesserung
eines Mentoringsystems innerhalb der Deutschen Anästhesieszene erörtert und diskutiert. Ziel einer
solchen Initiative ist die bessere Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlern, die Unterstützung wissenschaftlicher
Laufbahnen, das Hervorbringen von mehr Spitzenforschern aus den Reihen der Anästhesie
sowie letztlich die Verhinderung der drohenden Entakademisierung des Faches Anästhesie.
Um diese Ziele zu erreichen, wird die zeitnahe Umsetzung der folgenden Punkte, die als Ergebnis der
Diskussion zu sehen sind, angestrebt.
1. Benennung einer Gruppe von Experten, die für Nachwuchswissenschaftler ansprechbar
sind.
Diese Experten sollen erfahrene Wissenschaftler sein, die selber bereits etabliert sind und bereit sind,
ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter zu geben. Ziel: Hilfestellung bei Fragen des Wissenschaftlichen
Arbeitens. Zusammen gefasst wurde die Idee mit der Formulierung „wie mache ich Wissenschaft?“.
Als Beispiel wurde die Hilfe bei der Planung einer sinnvollen Habilitation genannt. Für weiterführende/
spezielle Fragen ist zu erwarten, dass die Experten über ein Netzwerk verfügen, so dass sie
weitere Kontakte/ Ansprechpartner vermitteln können.
Es wurde der Wunsch geäußert, dass die Experten evtl. die vier Säulen Anästhesie, Intensivmedizin,
Notfallmedizin und Schmerztherapie vertreten könnten; auch eine Gruppierung nach Grundlagenwissenschaften/
Klinischer Forschung ist denkbar.
Die Experten sollen auf dem noch zu entwickelnden Internetauftritt des Arbeitskreises mit kurzem
Profil und Kontaktmöglichkeiten vorgestellt werden. Die Experten können, aber müssen nicht aus den
Reihen des AK rekrutiert werden. Als Experten zur Verfügung gestellt haben sich bereits Frau
Prof. Kehrel, Herr Prof. Stüber und Herr Prof. Schäfer. Alle drei werden sich auch um die Identifikation
und Motivation weiterer geeigneter Experten bemühen. Kontaktdaten und Kurzprofile werden
über den Sprecher der Arbeitsgruppe Mentoring gesammelt und weitergeleitet.
2. Benennung eines Ansprechpartners des AK Nachwuchswissenschaften an jeder Universität.
Dieser sollte die spezifischen Strukturen innerhalb der Klinik und Fakultät kennen und so Hilfestellung
bei der regionalen Umsetzung der Ziele des AK geben können. Herr Prof. Schäfer hat sich bereiterklärt,
diesen Punkt weiter zu verfolgen. Anmerkung: Dieser Punkt wurde nahezu identisch von der
Arbeitsgruppe „Definition der Inhalte des AK“ (Sprecher ist Herr PD Dr. Weber, Münster) formuliert
und es wurden bereits Ideen zur Umsetzung erarbeitet.
3. Schaffung eines Mentorenprogramms im Rahmen des DAC.
Idee: Nachwuchswissenschaftler erhalten die Möglichkeit eines 1:1 Mentorings mit einem erfahrenen,
etablierten und erfolgreichen Wissenschaftler. Ziel könnte das Aufzeigen und die Diskussion von
Karrieremöglichkeiten und -Karrierewegen, ein kritisches Feedback für Karriereziele und Forschungsideen/
-vorhaben, das Anstoßen von Kooperationen sowie die Bildung von Kontakten
und Netzwerken sein. Ausdrücklich nicht Ziel des Programms darf die Anwerbung von Mitarbeitern
durch den Mentor sein. Auch soll und kann dieses Programm nicht einen Mentor innerhalb der eigenen
Klinik/ Arbeitsgruppe ersetzen.
Herr Dr. Larmann und Herr PD Dr. Theilmeier (Münster) werden die weitere Planung übernehmen.
Es wird zunächst geprüft, ob eine Einrichtung bereits für den DAC 2007 möglich und sinnvoll ist.
4. Fördermaßnahmen
Herr Dr. Hahnenkamp berichtet, dass mit dem Präsidium ein Konzept zur Unterstützung von Drittmitteleinwerbungen
diskutiert wird. Idee: Drittmittelanträge (insbesondere DFG Anträge) können vor
Einreichung einem internen Experten innerhalb der DGAI zur Begutachtung vorgelegt werden. Dieser
Experte könnte finanziell entlohnt werden. Ziel: Senken der Schwelle, DFG Anträge zu stellen.
Qualitative Verbesserung der Anträge und dadurch Erhöhung der Erfolgsquote. Der Vorschlag
findet eine ausgesprochen positive Resonanz. Herr Dr. Hahnenkamp, Frau PD Dr. Nau und Herr Dr.
Reutershan sind Ansprechpartner.
Es wurde der dringende Wunsch geäußert, auf dem nächsten DAC eine Session zum Thema
der Einwerbung hochkarätiger Drittmittel anzubieten. Konkret sollen Referenten eingeladen werden,
die aus Sicht eines DFG Gutachters über „Knackpunkte“ bei der Einwerbung von DFG-Drittmittel
sprechen können.
Bzgl. Förderinstrumenten für den Wissenschaftlichen Nachwuchs liegt dem Präsidium ein weiterer
Vorschlag vor. Mit Mitteln der DGAI könnten Nachwuchswissenschaftler freigestellt werden, z.B.
mit dem Ziel in anderen Laboratorien innerhalb Deutschlands Methoden im Sinne eines Wissenstransfers
zu erlernen. Hintergrund ist, dass Förderinstrumente mit dieser Zielrichtung bisher
praktisch nicht existieren. Alternativ wurden im Gremium in Würzburg auch andere Förderinstrumente
wie beispielsweise projektbezogene Förderungen diskutiert.
Es wird zu Bedenken gegeben, dass man die Ordinarien nicht aus der Pflicht nehmen dürfe, Forschung
durch entsprechende Strukturen (z.B. Freistellung für Forschung) zu ermöglichen. Insgesamt
ist die Resonanz jedoch positiv.
5. Anbieten von Workshops, Seminaren etc. zum Erlernen Wissenschaftlichen Arbeitens.
Zuständig ist Herr Dr. Berger Anmerkung: Dieser Punkt wurde nahezu identisch von der Arbeit
gruppe „Aus- und Weiterbildung“ (Sprecher: Herr Dr. Francis, Berlin) vorgetragen. Eine Zusammenarbeit
bietet sich daher an.
6. Forschungsstrukturerfassung.
Ziel: Transparentmachen der Forschungsbedingungen an einzelnen Kliniken
Dr. Jan Larmann
Würzburg, 1. Juli 2006

Anhang 3:
Protokoll der Arbeitsgruppe Informationsaustausch
(Koordinator: Priv.-Doz. Dr. Thomas Weber, Münster)
Anwesend:
Heckel Kai Uni Hamburg
Klein Ulrich Uni Jena
Kranke Peter Uni Würzburg
Kredel Markus Uni Würzburg
Müllenbach R. Uni Würzburg
Redel Andreas Uni Würzburg
Reuter Daniel Uni Hamburg
Rümelin Andreas Uni Mainz
Schick Martin Uni Würzburg
Sellmann Timur Duisburg
Stehr Sebastian Uni Dresden
Rathgeber Jörg Hamburg
Thal Serge Uni Mainz
Theisen Marc Uni Münster
Urban Bernd Uni Bonn
Weber Stefan Uni Bonn
Weber Thomas Koordination Uni Münster
Weiss Manfred Uni Ulm
Westphal Martin Uni Münster

Die Arbeitsgruppe sollte sich mit den Inhalten und Themen der geplanten Internetplattform beschäftigen.
A. Die Mitglieder unserer Arbeitsgruppe haben sich auf folgende Agenda Punkte geeinigt, die
auf der Homepage verfügbar sein sollten. Dabei wurde eine Rangfolge erarbeitet, die deren
Bedeutung wieder spiegelt (z.B. sollten die Punkte 1 und 2 möglichst ausführlich auf der Homepage
dargestellt werden):
1. Schnittstellen der Lehrkrankenhäuser und Unikliniken
2. Darstellung der Forschungsschwerpunkte und Projekte
3. Kooperationsangebote
4. Mentorenecke
Besonders wichtige Themen waren außerdem:
1. Die Möglichkeit Informationen über mögliche Auslandsaufenthalte und bestehende
Austauschprogramme für „Externe“ zu bekommen
2. Geschützte Teilbereiche in denen Ideen, Informationen über Hardware und Laborausrüstungen
und Erfahrungen mit bestimmten Methoden, etc. ..., ausgetauscht werden
können.
3. Die Einrichtung einer Tauschbörse wurde von allen begrüßt, wodurch evtl. auch ein Art
„Hardware Sharing“ ermöglicht wird

B. Alle Mitglieder waren damit einverstanden, dass die Firma Visionet, auch diese Homepage
betreuen würde. Der Kollege Dr. Sebastian Stehr aus Dresden hat sich mit der Fragestellung
intensiv auseinandergesetzt und schon einige informierende Gespräche geführt. Hier wären wir
Ihnen dankbar, wenn Sie uns mitteilen würden wie wir weiter Vorgehen sollten, u.a. natürlich
auch bei Fragen bezüglich der Finanzierung.
C. Ein festes Treffen sollte mindestens bei jedem DAK obligat erfolgen.
D. Ein internes Qualitätsmanagement zum Umgang und Nutzen dieser geplanten Homepage
wurde von allen als sehr wichtig erachtet. Es sollte sichergestellt sein, dass für die Zielgruppe,
d.h. Junge Forscher, die Homepage auch ihren Zweck erfüllt.
E. Zum Aufbau einer solchen geplanten Kommunikationsplattform benötigen wir von den einzelnen,
wissenschaftlich tätigen Institutionen konkrete Ansprechpartner. Daher wurde vom Kollegen Dr.
med. Daniel Reuter und mir ein Fragebogen entwickelt und unter den Teilnehmern des Treffens vom
01.07.06 verschickt

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Weber


Zu dieser Seite haben beigesteuert: Serge Thal .
Seite zuletzt geändert: am Samstag, 06. September 2008 21:54:18 CEST von Serge Thal. (Version 1)