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MissionVision

Entwurf: Konzept Fundraising Kampagne des WAKWIN der DGAI

Gregor Theilmeier, Jan Larmann, Andreas Redel
Experimentelle Anästhesiologie der Medizinischen Hochschule Hannover

vorgestellt auf der WAKWIN Arbeits-Sitzung 02/2008 in Würzburg.

Wir bitten um intensive Editierung des Textes. Nur ein bottom-up Mission-Visison-Statement wird einen lebendigen Arbeitskreis für wissenschaftlichen Nachwuchs möglich machen.
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Alternativ bietet sich die Diskussions-Option am Ende des Textes an, durch den man Diskussions-Beiträge beisteuern kann.

1. Mission
Die Anästhesiologie, mit ihren Subspezialitäten Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin, als akademisches Fach braucht einen leistungsstarken, leistungswilligen, nach innen zufriedenen und nach außen vorbildlichen wissenschaftlichen Nachwuchs. Förderung, Motivation und Ausbildung junger Anästhesiologen hat sich der Wissenschaftliche Arbeitskreis Wissenschaftlicher Nachwuchs (WakWiN) der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zur Aufgabe gemacht.
Jungen Anästhesiologen und Anästhesiologinnen, die eine akademische Laufbahn im Fach Anästhesiologie anstreben, soll es ermöglicht werden, ihre professionelle und persönliche Entwicklung innerhalb der akademischen Anästhesiologie orientiert an ihren individuellen Zielen, Wünschen und Voraussetzungen optimal gestalten zu können.
Der WakWiN schafft hierfür entscheidende Voraussetzungen: Er fodert die Überregionale Vernetzung junger wissenschaftlich interessierter Anästhesiologen und schafft so intellektuelle und methodologische Synergien. Er bietet dem Nachwuchs gezielte Aus- und Fortbildungsakademien mit international renommierten Dozenten an, um die für eine akademische Laufbahn notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten über das regional verfügbare Spektrum hinaus erweitern und vertiefen zu können. Er gewährt professionelle Beratung bei der Einwerbung von Drittmitteln und hat als erster medizinisch-wissenschaftlicher Arbeitskreis in Deutschland ein Mentoren-Programm für junge Anästhesiologen auf den Weg gebracht.

2. Vision
Von Seiten gesundheitsökonomischer Interessenvertreter und der Politik werden Tendenzen erkennbar, das akademische Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin zu einem reinen klinischen Dienstleister zu degradieren und aus dem akademischen Kontext zu drängen. Während wir mit Empathie den Dienstleistungs-Charakter unserer klinischen Tätigkeit am Patienten und den operativen Fächern annehmen und ausfüllen, stellen wir den oben genannten Tendenzen die epochalen medizinischen Fortschritte in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin entgegen, ohne die die moderne operative, palliative und Notfall-Medizin nicht denkbar wäre, und die ohne die professionelle wissenschaftliche Arbeit engagierter und visionärer Anästhesiologen nicht errungen worden wären. Wir sehen das Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin daher auch in Zukunft als akademisches Fach, dessen akademische Vertreter durch ihre Tätigkeit innerhalb der akademischen Medizin fachspezifische grundlagenwissenschaftliche und klinische Innovationen entwickeln, die auch weiterhin in Nachbarfächer und Gesellschaft hineinwirken und dort als bedeutsamer Fortschritt wahrgenommen werden.
Zur Umsetzung dieser Vision bedarf es hoch motivierter, exzellent ausgebildeter und für ihr Fach begeisterter Anästhesiologen. Die deutsche Anästhesie hat, wie zahlreiche nationale und internationale Tagungen zeigen, einen solchen Nachwuchses. Wir sehen in diesen jungen, wissenschaftlich engagierten Ärzten das Potential, sich zu Anästhesiologen zu entwickeln, die sich - inspiriert aus ihrer klinischen Patientenversorgung und basierend auf ihrer breiten grundlagenwissenschaftlichen Ausbildung - modernster wissenschaftlicher Methoden bedienen, um die Versorgung ihrer Patienten noch sicherer und noch komfortabler zu gestalten.
Voraussetzung für diese Entwicklung ist eine nachhaltige Förderung, die der WakWiN mit den oben genannten Instrumenten anbieten möchte. Die Bereitstellung der Föderinstrumente ist jedoch nur auf dem Boden einer ausreichenden finanziellen Basis möglich. Um die von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin bereitgestellten Mittel deutlich zu erweitern, soll nun eine intensive Fundraising-Kampagne ins Leben gerufen werden.

3. Ziele des WakWiN
Ziel des WakWiN ist eine nachhaltige Intensivierung der anästhesiologischen Forschungstätigkeiten mit einer Verbesserung der Qualität der Forschung durch gezielte Förderung junger Anästhesiologen. Dieses Ziel soll erreicht werden durch:
- Vermittlung der für eine akademische Laufbahn notwendigen methodologischen, intellektuellen und persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Ausbildungsakademien und ein Mentoren-Programm
- Förderung der Vernetzung junger akademischer Anästhesiologen durch Entwicklung einer entsprechenden Internet-Plattform und regelmäßige Veranstaltungen auf Kongressen bzw. Akademien
- Beteiligung von Anästhesiologen an nationalen und internationalen Forschungs-Verbundprojekten durch Vorbegutachtungen und ein Mentoren-Programm
- Erhöhung der Drittmittel-Einwerbung in akademischen Anästhesiologie-Abteilungen/Kliniken durch ein Vorbegutachtungs-Programm
Die für das Erreichen dieser Ziele notwendigen Aufwendungen werden über die von der DGAI zur Verfügung gestellten Mittel hinaus gehen und sollen durch eine breit angelegte Fundraising-Kampagne eingeworben werden.

4. Status-Quo Analyse
In Deutschland müssen sich jährlich ca. 10% der Bevölkerung einem operativen Eingriff unterziehen. Damit werden zusätzlich zu Notfallpatienten und Patienten mit chronischen Schmerzen im perioperativen Umfeld pro Jahr ca. 8 Mio Menschen durch einen Anästhesisten behandelt. Im Rahmen dieser Operationen erleiden diese Patienten in Abhängigkeit von Alter, Begleiterkrankungen und Art des operativen Eingriffs eine u. U. bedeutende psychische und körperliche Belastung, die sich aus verschiedensten Komponenten (Schmerz, operatives Trauma, Wundheilung) zusammensetzt. Diese Belastung wird beschrieben als perioperativer Stress. Das Ausmaß dieser Belastung wird verglichen mit einem doppelten Marathon-Laufes.
Es liegt in der Verantwortung des gesamten Operations-Teams, die perioperative Belastung des Patienten so gering wie möglich zu halten. Die Sicherstellung einer schmerzarmen und komplikationsfreien intra- und postoperativen Phase, die bis zu mehreren Wochen andauern kann, ist hierbei eine spezifische Aufgabe der Anästhesiologie.
Die Patientensicherheit und ihr Komfort hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durch die wissenschaftlichen Entwicklungen aus unserem Fach immens verbessert, so dass das Risiko für schwere oder sogar tödliche, unmittelbar auf die Anästhesie zurück zu führende Komplikationen sehr gering geworden ist. Perioperative Komplikationen bleiben jedoch ein großes Problem, das großes Leid und großen wirtschaftlichen Schaden anrichtet.
Die Forschung mit dem Ziel der Verbesserung von Techniken, die im Zusammenhang mit der Anästhesiologie, der Notfallmedizin, der Intensivmedizin, der allgemein postoperativen und der schmerztherapeutischen Betreuung dieser Patienten zum Einsatz kommen, ist die ureigenste Aufgabe des akademischen Faches Anästhesiologie und Intensivmedizin. Viele Innovationen aus der anästhesiologischen Forschung haben nicht nur die anästhesiologische Versorgung optimiert, sondern auch nachhaltige Wirkungen auf die Nachbarfächer gezeitigt und die Handhabung schwierigster medizinischer Probleme in Intensiv, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin deutlich erleichtert.

5. Szenarien
Die Anästhesiologie hat in den vergangenen Jahren akademisch an Boden verloren. Es gibt an verschiedenen Orten auf verschiedenen politischen Ebenen Überlegungen, die akademische Verankerung der Anästhesiologie aufzulockern/-lösen, das Fach als reines Dienstleistungsfach zu betrachten, seine weitere akademische Entwicklung abzuschneiden und diese an die medizintechnische und die pharmazeutische Industrie zu delegieren. In einem solchen Szenario würden wichtige medizinische Fortschritte, die für die perioperative Medizin speziell zugeschnitten sind, nicht mehr unabhängig stattfinden.
Wir sehen die Zukunft der Anästhesiologie in der perioperativen Medizin. Anästhesisten sollten Maßnahmen entwicklen, die intra- und früh postoperativ das Ergebnis der Operation - bzw. allgemeiner - der medizinischen Intervention beeinflussen. Dass solche Maßnahmen existieren, bzw. entwickelt oder entdeckt werden können, wird exemplarisch durch die Entwicklung der perioperativen Betablockade und Statintherapie, der intraoperatiuv beginnenden Patienten-kontrollierten Analgesie und der Multimodalen Therapie belegt. Dabei sind viele dieser Maßnahmen aus anderen Fächern entlehnt oder transponiert und gerade NICHT auf die besondere Dynamik der perioperativen Phase zugeschnitten. Dadurch wird entscheidendes therapeutisches und präventives Potential verschenkt.

6. Zielgruppen
- "Alt"-Anästhesisten
- Pharmazeutische Industrie
- Patienten
- Gewogene
- Erblasser

7. Projekte
- WAKWIN
- Website
- Mentorenprogramm
- DFG-Antrag- Vorbegutachtung
- Skills-Lab


Zu dieser Seite haben beigesteuert: Serge Thal .
Seite zuletzt geändert: am Sonntag, 07. September 2008 02:46:09 CEST von Serge Thal. (Version 2)