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Konzept16112006

Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin

Konzeptpapier:
Programme zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung
durch die DGAI:
1) Mentoring-Programm
2) Seminar „Wissenschaftliches Arbeiten – Science Skills“
3) Vorab-Begutachtung von DFG-Anträgen
4) Rotationsstellen
5) Trainings-Grants
1) Mentoring-Programm

Ziel des Programms
Interessierten und qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern (Mentees) soll die Möglichkeit gegeben
werden, sich mit einem zugewiesenen Mentor, der in der anästhesiologischen Forschung etabliert ist,
über Themen wie Forschungsplanung, -durchführung, und –kommunikation, Drittmitteleinwerbung,
Karriereplanung, „Networking“ und Entwicklung von Führungskompetenzen über einen längeren
Zeitraum hinweg vertrauensvoll auszutauschen. Dadurch soll der Verbleib von
Nachwuchswissenschaftlern in der akademischen Anästhesiologie und Intensivmedizin gefördert
werden.
Anforderungen an Mentees und Mentoren
Zielgruppe des Programms sind überdurchschnittlich begabte und engagierte
Nachwuchswissenschaftler/innen im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin mit ersten
wissenschaftlichen Erfolgen, die eine akademische Laufbahn erwägen.
Mentoren sollen ausgewiesene Experten in der anästhesiologischen Forschung sein, die bereit sind,
Nachwuchswissenschaftler auf ihrem Karriereweg zu begleiten und zu unterstützen. Es kommen z.B.
Preisträger des DGAI-Forschungsstipendiums der Fresenius-Stiftung und der anderen
Wissenschaftlichen Preise der DGAI in Frage. Auch andere ausgewiesene Wissenschaftler in der
Anästhesiologie mit überdurchschnittlichen Publikationsleistungen und erfolgreicher Einwerbung
begutachteter Drittmittel können berücksichtigt werden.
Form der Antragstellung
Interessierte Kandidaten (potentielle Mentees) können sich schriftlich für das Mentoring-Programm
bewerben. Erbeten wird eine Bewerbung mit Lebenslauf, Publikationsliste sowie ein
Motivationsschreiben.

Begutachtung
Eine Kommission aus Mitgliedern der Arbeitsgruppe Mentoring des WAK-WIN wählt qualifizierte
Mentoren aus und ermittelt aus den eingegangenen Bewerbungen geeignete Mentees. Die Anzahl der
teilnehmenden Mentees wird durch die Zahl der zur Verfügung stehenden Mentoren bestimmt.
Übersteigt die Zahl geeigneter Mentees die zur Verfügung stehenden Plätze, entscheidet das Los.
Qualifizierte Mentees werden mit passenden Mentoren zusammengeführt unter Berücksichtigung von
Forschungsinteressen und Karrierezielen.
Umsetzung und Art der Förderung
Das Konzept des Programms wurde von Dr. Larmann und Priv.-Doz. Dr. Theilmeier, Münster, unter
Mitarbeit von Dipl.-Psych. Eva Böing-Messing, Berlin, Prof. Dr. Gertrud Haeseler, Hannover und Prof.
Adrian Gelb, UCSF, entwickelt. Das Programm soll durch eine Publikation in A&I vorgestellt werden.
Mit einer entsprechenden Ausschreibung in A&I sollen Nachwuchswissenschafter direkt zur
Bewerbung im Programm aufgefordert werden.
Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin
Außerdem erfolgt die Bekanntmachung des Programms durch den WAKWIN per Email, die gerichtet
wird an die Mitglieder des Arbeitskreises, an die Mitglieder des Präsidiums der DGAI und an alle
Direktoren der Anästhesiologischen Universitätsklinika.
Das erste Treffen von Mentoren und Mentees soll während des DAC 2007 erfolgen. Die ausgewählten
Mentees werden im Vorfeld des DAC angeschrieben und aufgefordert, sich mit ihren jeweiligen
Mentoren in Verbindung zu setzen und vor Beginn des Programms an einer Evaluation teilzunehmen,
die auch während der Laufzeit des Programms regelmäßig durchgeführt wird. Das erste Treffen von
Mentoren und Mentees während des DAC 2007 wird vom WAKWIN organisiert. Danach sollen
jährliche Begleitveranstaltungen für Mentees, Mentoren und Ehemalige veranstaltet werden zur
Schulung professioneller Fähigkeiten. Der Arbeitskreis WAKWIN steht Mentees und Mentoren in der
ersten Runde für 2 Jahre beratend zur Seite.

Benötigte Mittel für das Programm:
Ein detaillierter Kostenvoranschlag ist noch nicht erfolgt. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die
Kosten für dieses Programm auf 5.000 – 10.000 € pro Jahr.
Autoren des Konzepts: Dr. med. Jan Larmann, Priv.-Doz. Dr. med. Gregor Theilmeier, Arbeitsgruppe
Mentoring des WAKWIN
Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin

2) Seminar „Wissenschaftliches Arbeiten – Science Skills“
Ziel der Förderung
Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern soll die Möglichkeit gegeben werden, an
jährlich vom Arbeitskreis WAKWIN veranstalteten Seminaren teilzunehmen, die sich der Schulung von
wissenschaftlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten widmen. Auf diese Weise soll die Aus- und
Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern in der Anästhesiologie und die Netzwerkbildung
gefördert werden.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an alle interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler
in der anästhesiologischen Forschung.
Inhalte des Seminars
Das derzeitige Konzept für das erste Seminar sieht einen wissenschaftspolitischen Festvortrag,
Berichte aus den Arbeitsgruppen des Arbeitskreises, Vorträge und kurze Praktika über die Planung,
Finanzierung und Durchführung klinischer und experimenteller wissenschaftlicher Studien, über Redeund
Präsentationstechniken und wissenschaftliches Schreiben und Publizieren vor.
Umsetzung
Das Konzept des Seminars wurde von Dr. Francis, Berlin, und Dr. Stehr, Dresden unter Mitarbeit der
Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung des WAKWIN erarbeitet und wird vom WAKWIN organisiert.
Das erste Seminar soll in Dresden vom 30.03 – 01.04.2007 veranstaltet werden. Veranstaltungsort
sind Schloss Albrechtsberg bzw. das Medizinisch Theoretische Zentrum der TU Dresden. Gerechnet
wird mit 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll eine
Teilnahmegebühr von 150 € erhoben werden. Den Referenten (ca. 15) sollen Reise- und
Übernachtungskosten erstattet werden. Die Veranstaltung soll möglichst ohne Industriegelder
finanziert werden.
Benötigte Mittel pro Seminar:
Die benötigten Mittel für dieses Programm belaufen sich auf 19.000 – 36.000 € pro Seminar (abhängig
vom Veranstaltungsort; Schloss Albrechtsberg + MTZ TU Dresden: 19.000; ausschließlich Schloss
Albrechtsberg: 36.000 €)
Autoren des Konzepts: Dr. med. Roland Francis, Dr. med. Sebastian Stehr, Arbeitsgruppe Aus- und
Weiterbildung des WAKWIN
Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin

3) Vorab-Begutachtung von DFG-Anträgen
Ziel der Förderung
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die an Anästhesiologischen
Universitätskliniken tätig sind, soll die Möglichkeit gegeben werden, bei der Antragstellung von DFGAnträgen
professionelle strategische und inhaltliche Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen, um
so die Erfolgschancen der Antragstellung zu erhöhen.
Anforderungen an Antragsteller/in und Projekt
Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftler/innen mit abgeschlossener Promotion, die an einer
Anästhesiologischen Universitätsklinik in Deutschland tätig sind und alle Kriterien für eine
Antragstellung auf Sachbeihilfe bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfüllen.
Das Forschungsvorhaben muss von hoher wissenschaftlicher Qualität und Originalität auf
internationalem Niveau sein.
Form der Antragstellung
Der nach den Richtlinien der DFG gestellte und formatierte Antrag wird mit einem Antrag auf Vorab-
Begutachtung an die Geschäftsstelle der DGAI gesendet. Die Antragsteller sollten in ihrem Antrag an
die DGAI eine geeignete beratende Expertin oder einen geeigneten beratenden Experten vorschlagen
bzw. ungewünschte Experten ausschließen. In der Regel sollte die gewünschte beratende Expertin
bzw. der gewünschte beratende Experte bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung einer Vorab-
Begutachtung zugestimmt haben und sich zu einer Begutachtung und Abstimmung mit den
Antragstellern innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten verpflichtet haben.
Art und Umfang der Förderung
Für die Vorab-Begutachtung eines DFG-Antrages gewährt die DGAI dem konsultierten Experten ein
Honorar in Höhe von 1.000 €. Im Falle der Bewilligung des Antrags durch die DFG erhält der Experte
zusätzlich ein Erfolgshonorar in Höhe von 1.000 €.
Begutachtung
Die Entscheidung über die Gewährung einer Vorab-Begutachtung fällt eine Expertengruppe der DGAI,
der etablierte Wissenschaftler/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen angehören
Umsetzung
Die Kommunikation mit den beratenden Experten erfolgt über die Geschäftsstelle der DGAI.
Antragsfristen / benötigte Mittel für das Programm:
Anträge können jederzeit gestellt werden. Entscheidungen über die Bewilligung einer Vorab-
Begutachtung werden viermal im Jahr getroffen. Die DGAI bewilligt pro Jahr insgesamt 20 (30)
Vorabbegutachtungen.
Die benötigten Volumen für dieses Programm beträgt: 20.000 – 40.000 € (30.000 – 60.000 €) pro
Jahr.
Autoren des Konzepts: Dr. med. Klaus Hahnenkamp, Prof. Dr. med. Carla Nau, Arbeitsgruppe
Mentoring des WAKWIN
Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin

4) Rotationsstellen
Ziel der Förderung
Ärztinnen und Ärzte in Anästhesiologischen Universitätskliniken mit Aufgaben überwiegend in der
Patientenversorgung soll die Möglichkeit gegeben werden, sich von klinischen Verpflichtungen
vorübergehend freistellen zu lassen, um sich in dieser Zeit ausschließlich einem wissenschaftlichen
Projekt zu widmen oder eine wissenschaftliche Methode neu zu erlernen.
Anforderungen an Antragsteller/in und Projekt
Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftler/innen mit abgeschlossener Promotion, die an einer
Anästhesiologischen Universitätsklinik in Deutschland tätig sind und an einem Forschungsprojekt
wissenschaftlich arbeiten wollen oder für die Bearbeitung eines wissenschaftlichen Projektes eine
wissenschaftliche Methode neu erlernen wollen.
Das Forschungsvorhaben muss von hoher wissenschaftlicher Qualität und Originalität sein. Dem
Antrag ist eine Erklärung der Direktorin oder des Direktors der Klinik der Antragsstellerin oder des
Antragstellers beizufügen, in der bestätigt wird, dass die Arbeitgeberfunktionen für die Laufzeit der
Bewilligung übernommen werden und im Zusammenwirken mit der Antragstellerin oder dem
Antragsteller die Rahmenbedingungen für die Durchführung des Projekts bzw. für das Erlernen der
wissenschaftlichen Methode gewährleistet werden.
Form der Antragstellung
In dem Antrag ist das Forschungsvorhaben gemäß dem Leitfaden der DFG für Anträge auf
Sachbeihilfe zu beschreiben. Dies gilt auch für das zukünftige Forschungsvorhaben, für das eine neue
wissenschaftliche Methode erlernt werden soll. Zusätzlich sind Angaben zur derzeitigen Stelle der
Antragstellerin/des Antragstellers zu machen (Finanzierung, Befristung, Vergütungsgruppe) sowie die
Notwendigkeit der Rotationsstelle zu erläutern. Außerdem werden Angaben zur allgemeinen
Stellensituation der Einrichtung erbeten.
Art und Umfang der Förderung
Bewilligt werden können Mittel für Personal, welches Aufgaben der Krankenversorgung übernehmen
soll anstelle der geförderten, wissenschaftlich tätigen Ärztin bzw. des geförderten, wissenschaftlich
tätigen Arztes. Zugrunde gelegt wird der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken.
Begutachtung
Die Entscheidung über die Gewährung einer Rotationsstelle fällt eine Expertengruppe der DGAI, der
etablierte Wissenschaftler/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen angehören.
Dauer der Förderung
Die Förderung beträgt bis zu 1 Jahr.
Antragsfristen / benötigte Mittel für das Programm:
Anträge können jeweils zum Jahresende gestellt werden. Förderbeginn ist der 01. Juli des folgenden
Jahres.
Das benötigte Volumen für dieses Programm beträgt bis zu 75.000 € pro Jahr und Grant.
Autoren des Konzepts: Dr. med. Klaus Hahnenkamp, Prof. Dr. med. Carla Nau, Arbeitsgruppe
Mentoring des WAKWIN
Wissenschaftlicher Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWIN) 16.11.2006
der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin

5) Trainings-Grants
Ziel der Förderung
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die an Anästhesiologischen
Universitätskliniken tätig sind, soll die Möglichkeit gegeben werden, unter Anleitung einer erfahrenen
Wissenschaftlerin oder eines erfahrenen Wissenschaftlers ein eigenes Forschungsprojekt zu
bearbeiten, das in enger Beziehung zu einem laufenden drittmittelgeförderten Forschungsprojekt der
etablierten Wissenschaftlerin oder des etablierten Wissenschaftlers steht, um so eine weiterführende
wissenschaftliche Ausbildung zu erlangen und sich in der Forschung weiter zu qualifizieren.
Anforderungen an Antragsteller/in und Projekt:
Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftler/innen mit abgeschlossener Promotion, die an einer
Anästhesiologischen Universitätsklinik in Deutschland tätig sind.
Das Forschungsvorhaben muss von hoher wissenschaftlicher Qualität und Originalität auf
internationalem Niveau sein und in enger Beziehung zu einem laufenden drittmittelgeförderten
Forschungsprojekt einer etablierten Wissenschaftlerin oder eines etablierten Wissenschaftlers stehen.
Dem Antrag ist eine Erklärung der etablierten Wissenschaftlerin oder des etablierten Wissenschaftlers
beizufügen, in der sie/er sich zur einer umfassenden wissenschaftlichen Anleitung und Betreuung der
Antragstellerin oder des Antragstellers verpflichtet. Die betreuende Wissenschaftlerin oder der
betreuende Wissenschaftler muss nicht im Bereich der Anästhesiologie tätig sein.
Form der Antragstellung
In dem Antrag ist das Forschungsvorhaben gemäß dem Leitfaden der DFG für Anträge auf
Sachbeihilfe zu beschreiben. Außerdem ist die wissenschaftliche Beziehung und Abgrenzung zum
laufendenden drittmittelgeförderten Forschungsprojekt der betreuenden Wissenschaftlerin oder des
betreuenden Wissenschaftlers darzustellen. Der Antrag und der Bewilligungsbescheid des
entsprechenden drittmittelgeförderten Forschungsprojektes ist dem Antrag beizufügen.
Art und Umfang der Förderung
Bewilligt werden können Mittel für wissenschaftliche Geräte und Verbrauchsmaterial.
Begutachtung
Die Entscheidung über die Gewährung eines Trainings-Grants fällt eine Expertengruppe der DGAI,
der etablierte Wissenschaftler/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen angehören.
Dauer der Förderung
Die Förderung beträgt in der Regel bis zu 2 Jahre.
Antragsfristen / benötigte Mittel für das Programm:
Anträge können jederzeit gestellt werden. Entscheidungen über die Bewilligung eines Trainings-
Grants werden viermal im Jahr getroffen. Die DGAI bewilligt pro Jahr bis zu 4 Trainings-Grants in
Höhe von jeweils 20.000 €..
Das benötigte Volumen für dieses Programm beträgt 20.000 – 80.000 € pro Jahr.

Autoren des Konzepts: Dr. med. Klaus Hahnenkamp, Prof. Dr. med. Carla Nau, Arbeitsgruppe
Mentoring des WAKWIN


Zu dieser Seite haben beigesteuert: Serge Thal .
Seite zuletzt geändert: am Samstag, 06. September 2008 22:42:12 CEST von Serge Thal. (Version 1)